Die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland wurde 2011 ausgesetzt. Insbesondere seit der 2022 erklärten "Zeitenwende" treibt die Bundesregierung den Ausbau der Bundeswehr voran, rüstet massiv auf und bereitet erneut intensiv einen neuen Kriegsdienst vor. Und seit dem 01.01.2026 gilt der "Neue Wehrdienst": Alle Jahrgänge – zunächst ab Geburtsjahr 2008 – werden erfasst, alle jungen Männer zur Musterung gezwungen. Melden sich zu wenige Freiwillige bei der Bundeswehr, wird die umfassende Wehrpflicht für alle Männer wieder eingeführt.
Ist das der Weg, den wir gehen wollen? Militarisierung der Gesellschaft, Aufrüstung, Feindbilder, Bedrohungsphantasien?
Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht und in Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes verankert. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen von ihrem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung (KDV) Gebrauch machen. Steigende Zahlen bei den KDV-Anträgen zeigen, dass dies bereits der Fall ist. Wir sehen zudem in der Kriegsdienstverweigerung eine politische Praxis, ein Widersetzen gegen Krieg, Militarisierung und staatlichen Zwang.
Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) bietet Beratungen zum Thema Kriegsdienstverweigerung an, ebenso wie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) und pax christi.
Hier eine Übersicht an wichtigen Links:
Weitere informative Links:
Freuen würden wir uns über weitere biografische Erfahrungen aus der DDR. Aus der „alten“ Bundesrepublik geben wir gerne noch Totalverweigerern die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.